Gleisbau / Weichenbau*

 

* Weichenbau:
Unser ursprüngliches Vorhaben, gelenklose Weichen zu bauen, haben wir nach diversen Diskussionen aufgegeben. Der Wunsch, einfache Weichen in Serie zu bauen und diese aufschneiden zu können war größer.

Mehr zum Weichenbau.

 
Der Bau unserer Gleise und Weichen erfolgt ausschließlich gemäß den Normen, welche beim DBC-D eingesehen werden können.

Die Länge des Schienenstranges kann unter "Anlage" beobachtet werden.
 
Leider hat uns der lange Winter bezüglich des Gleisbaus zurück geworfen. Viel Schnee und tiefe Temperaturen ließen die Lust zum Schweißen im Freien einfrieren. Immerhin, es ist mal etwas besonderes, in dieser schönen Winterlandschaft fahren zu können!
 

Trotzdem haben wir im Februar 2010 noch einige Gleiskämme anfertigen können. Auf einer langen Arbeitsplatte haben wir eine Hartholzlehre aufgeschraubt. Zuerst wird die Schiene auf den Tisch gelegt und mit Schraubzwingen befestigt. Dann werden in den Ausnehmungen der Lehre die Schwellen eingelegt. Die Schwellen werden dann - nur an einer Schiene - von unten verschweißt. Wir schweißen soweit als möglich, alle Schwellen von unten an die Schienen, da der Verzug der Schwellen sonst sehr groß ist.
 

Die Schiene im Vordergrund, an der Tischkante, dient nur als Höhenanlage und wird nicht verschweißt.
 

Das auflegen des ersten Gleiskammes auf die Trasse. Der Kamm lässt sich sehr leicht sowohl der Biegung der Trasse als auch deren Überhöhung anpassen.
 

Nachdem im März der Schnee geschmolzen war und die Temperaturen endlich anstiegen, konnten wir auch draußen mit dem Schweißen anfangen. Der Gleiskamm wurde auf dem Trassenbogen fixiert. Dann wird die 5" - Schiene aufgelegt und mit vielen Lehren zur Außenschiene ausgerichtet. Die Schiene wird mit einigen kleinen Punkten auf die Schwellen gepunktet.
 

Der Übergand der Kämme untereinander bzw. zur nächsten Schiene erfordert große Präzision. Rechts ist eine Lehre zu erkennen, welche es gewährleistet, dass die Schienen eine saubere Rundung aufweisen. Weiterhin müssen die Schienenoberkanten einen glatten Übergang aufweisen.
 

Nachdem die 5" - Schiene auf die Schwellen gepunktet wurde, wird die 7 1/4" - Schiene, auch unter Zuhilfenahme vieler Lehren, auf die Schwellen gepunktet. Dann wird das Schienenstück umgedreht und auf den Schienenkopf gelegt. Von unten werden dann die Schwellen an die Schienen geschweißt. Das fertige Gleis wird wieder umgedreht und wie oben beschrieben an die schon liegenden Gleise geschweißt.
 

Die ersten Meter liegen. Ein Gleiskamm ist in der Regel 6 Meter lang. Oben, im Vordergrund, wird eine Weiche eingebaut um nach hinten rechts auf den Parkplatz zu kommen. Dort können dann Fahrzeuge ausgeladen und aufgegleist werden.
 

Im Bereich des Überganges enden die Schwellen an der Schiene, um das Gelände später bis an den Schienenkopf heran führen zu können.
 
 
Am 03.10.2009 liegen die ersten Gleise. Die je 3 Meter langen Stücke wurden vorgefertigt und werden an Ort und Stelle zusammen gefügt.
Jeder Meter Gleis hat ein Gewicht von etwa 11 kg!
Weitere Infos und Fotos folgen.
 

Am 03.04.2010 ging es mit dem Gleisbau weiter. Die im Container vorgefertigten Gleiskämme werden vor Ort der Trasse angepasst, erst die 5" Schiene auf den Kamm gepunktet und dann die 7 1/4" Schiene. Nach dem Anpunkten der Schienen von oben, drehen wir das Gleisstück um und verschweißen von unten die Schienen an die Schwellen. Durch diese "umständliche" Vorgehen halten wir den Verzug der Schienen in engen Grenzen.
Siehe hierzu auch die Bildunterschrift oben.

Im Folgenden einige Fotos zu unseren Arbeiten.
 

 
 
 

Das Tagewerk ist vollbracht.

Weiter geht es am 06.04.2010.
 


Ungefähr in Bildmitte (hinter dem Schweißhelm) ist eine Lehre mit 18 Meter - Radius zu erkennen. Die Lehre hilft uns, die Schienenenden, welche normaler-weise gerade sind, in den richtigen Bogen zu "zwingen". Hierdurch erreichen wir im Übergang von einem Bogen zum nächsten einen sauberen runden Übergang.
 
 
 

Zwischendurch prüfen wir die Gleislage und die Übergange mit einem Drehgestell.
 
 
 

Die nächste Etappe am 24.10.2010
 
 

Oben noch mal ein Vergleich aus ähnlicher Perspektive.
 
 

Da wir die Gleise endlos verschweißen, geben wir den Gleisen in ihren Befestigungen ein großzügiges Längsspiel.
 
Der Wald ist nahe, am 01.05.2010
 

Hierzu nochmals ein Vergleich mit der Vergangenheit. (aufs Wort klicken und weit nach unten scrollen)
 
 

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